top of page

Königskind statt Bettlermentalität – Warum viele Christen unter ihren Möglichkeiten leben

  • Autorenbild: Monika Hofmann
    Monika Hofmann
  • 51false06 GMT+0000 (Coordinated Universal Time)
  • 3 Min. Lesezeit

Kennst du diese Gedanken?

Ich bin nicht gut genug.

Andere Christen sind geistlicher als ich.

Gott kann mich bestimmt nicht gebrauchen.

Ich habe zu viele Fehler.

Obwohl wir Jesus nachfolgen, leben viele von uns noch mit einer inneren Bettlermentalität. Wir glauben an einen grossen Gott, leben aber oft so, als müssten wir um seine Liebe, Anerkennung und Versorgung kämpfen.

Doch Jesus hat uns nicht gerettet, damit wir als geistliche Bettler durchs Leben gehen. Er hat uns zu Töchtern und Söhnen des Königs gemacht.

Vom Bettler zum Königskind

Mit unserer Bekehrung geschieht weit mehr als nur die Vergebung unserer Schuld.

Unsere Identität verändert sich.

Paulus schreibt:

„Denn ihr habt nicht einen Geist der Knechtschaft empfangen, dass ihr euch wiederum fürchten müsstet, sondern den Geist der Sohnschaft, in dem wir rufen: Abba, Vater!“ (Römer 8,15)

Wir sind nicht länger Sklaven. Wir sind Kinder Gottes.

Das bedeutet:

  • Wir müssen Gottes Liebe nicht verdienen.

  • Wir müssen uns seine Annahme nicht erarbeiten.

  • Wir müssen nicht ständig beweisen, dass wir wertvoll sind.

  • Wir dürfen in seiner Gnade leben.

Eine Königstochter weiss, wem sie gehört.

Die alte Denkweise verschwindet nicht über Nacht

Vielleicht fragst du dich:

„Warum kämpfe ich dann immer noch mit denselben Themen?“

Die Antwort ist einfach: Veränderung ist ein Prozess.

Das Evangelium ist keine Zauberformel, die alle Schwierigkeiten augenblicklich verschwinden lässt.

Gott verändert uns Schritt für Schritt.

Durch seine Gnade werden wir immer freier.

Manchmal wünschen wir uns sofortige Veränderung. Doch Gott kennt unser Herz. Er weiss, dass wir überfordert wären, wenn alles auf einmal geschehen würde.

Deshalb geht er liebevoll einen Weg mit uns.

Er arbeitet Schicht für Schicht.

Wunde für Wunde.

Lüge für Lüge.

Und genau das ist Gnade.

Nicht das Gesetz verändert uns, sondern die Gnade

Viele Christen versuchen immer noch, sich durch Leistung zu verändern.

Sie denken:

„Wenn ich mehr bete, mehr Bibel lese und mich mehr anstrenge, werde ich endlich gut genug sein.“

Doch das Evangelium sagt etwas anderes.

Das Gesetz zeigt uns unsere Grenzen.

Die Gnade Jesu verändert unser Herz.

Veränderung geschieht nicht durch Druck, sondern durch Beziehung.

Nicht durch Angst.

Sondern durch Liebe.

Woran erkenne ich eine Bettlermentalität?

Eine Bettlermentalität zeigt sich oft sehr subtil.

Zum Beispiel, wenn wir:

  • ständig die Bestätigung anderer Menschen suchen.

  • uns mit anderen vergleichen.

  • glauben, nicht genug zu sein.

  • Angst vor Fehlern haben.

  • denken, Gott könne andere mehr gebrauchen als uns.

  • uns minderwertig fühlen.

  • uns von Rückschlägen entmutigen lassen.

Vielleicht kennst du einige dieser Gedanken.

Dann möchte ich dir heute etwas zusprechen:

Diese Gedanken definieren nicht deine Identität.

Gottes Wahrheit definiert deine Identität.

Der Unterschied zwischen einem Sklaven und einer Tochter

Ein Sklave handelt aus Angst.

Eine Tochter handelt aus Vertrauen.

Ein Sklave fragt:

Was bekomme ich zurück?

Eine Tochter fragt:

Wie kann ich dienen?

Ein Sklave sucht Anerkennung bei Menschen.

Eine Tochter sucht die Zustimmung ihres himmlischen Vaters.

Ein Sklave fürchtet Konsequenzen.

Eine Tochter weiss:

Mein Vater liebt mich bedingungslos.

Je mehr wir Gottes Vaterherz kennenlernen, desto mehr beginnt sich unser Denken zu verändern.

Der Heilige Geist erinnert uns daran, wer wir wirklich sind

Jesus hat uns nicht allein zurückgelassen.

Der Heilige Geist lebt in uns.

Er ist Lehrer.

Tröster.

Ermutiger.

Wegweiser.

Der Heilige Geist zeigt uns unsere wahre Identität.

Er erinnert uns daran:

Du bist geliebt.

Du bist angenommen.

Du bist erwählt.

Du bist versiegelt.

Du gehörst Jesus.

Epheser 1,13 spricht davon, dass wir durch den Heiligen Geist versiegelt wurden.

Dieses Siegel kann uns niemand rauben.

Kein Versagen.

Keine Schwäche.

Kein Rückschlag.

Kein Mensch.

Kein Feind.

Wir gehören für immer zu Jesus.

Keine Angst vor Rückschlägen

Geistliches Wachstum verläuft selten geradlinig.

Petrus verleugnete Jesus dreimal.

Thomas zweifelte.

Und dennoch gebrauchte Gott beide mächtig.

Rückschläge bedeuten nicht, dass Gott dich aufgegeben hat.

Sie bedeuten lediglich, dass Gott noch nicht fertig ist.

Philipper 1,6 erinnert uns:

„Ich bin ebenso in guter Zuversicht, dass der, welcher ein gutes Werk in euch angefangen hat, es vollenden wird bis auf den Tag Jesu Christi.“

Gott bringt sein Werk in dir zu Ende.

Fragen zur persönlichen Reflexion

Nimm dir einen Moment Zeit und frage dich:

  • In welchen Bereichen denke ich noch wie ein Bettler?

  • Welche Lügen glaube ich über mich?

  • Wo suche ich Bestätigung bei Menschen statt bei Gott?

  • Wo darf der Heilige Geist mein Denken erneuern?

  • Welche Wahrheit möchte Gott mir heute zusprechen?

Mein Gebet

Abba Vater,

danke, dass ich keine Bettlerin mehr bin.

Danke, dass ich deine geliebte Tochter sein darf.

Vergib mir, wo ich Lügen geglaubt habe.

Heiliger Geist, zeige mir neu, wer ich in Christus bin.

Hilf mir, in meiner Identität als Königskind zu leben und deiner Wahrheit mehr zu glauben als meinen Gefühlen.

Danke, dass du dein Werk in mir vollendest.

In Jesu Namen.

Amen.

Kommentare

Mit 0 von 5 Sternen bewertet.
Noch keine Ratings

Rating hinzufügen

Was heilsames Schreiben ist:

„Heilung beginnt mit einer geschriebenen Zeile“

© 2023 by Company Name. Proudly created with Wix.com

bottom of page